Montag, 21. September 2009

"Fabian"

Erich Kästner verschafft den Lesern in seinem Buch „Fabian – Die Geschichte eines Moralisten“, welches zu Beginn der 30er Jahre spielt einen ausgezeichneten Einblick in die damalige Zeit.

Die Hauptperson in seinem Roman ist Jakob Fabian, ein junger, sympathischer Germanist, der nachdenkt. Über die Menschen, über die Liebe und überhaupt über das Leben. Gemeinsam mit seinem Freund Labude durchstreift er die Stadt. Er lernt eine sexsüchtige Dame kennen, betrinkt sich mit seinen Kollegen und bringt, gemeinsam mit Labude einen Kommunisten und einen Nazi ins Krankenhaus. Eines Abends gehen die zwei Freunde in ein Atelier einer lesbischen Frau, wo Fabian Cornelia Battenberg kennenlernt. Die beiden wohnen ungewusst im gleichen Haus und gehen eine Beziehung ein. Fabian ist glücklich, doch schon am nächsten Tag verliert er seinen Job und einige Tage später verlässt ihn auch noch Cornelia, die ihn zwar liebt, aber für Geld eine sexuelle Beziehung mit ihrem Chef eingeht. Als sich auch noch Labude, wegen eines „Scherzes“ umbringt, hält Fabian nichts mehr in der Stadt. Er fährt zurück nach Hause, zu seinen Eltern. Dort trifft er noch auf einige alte Bekannte, doch schlussendlich stirbt er, während er einen kleinen Buben rettet. „Der kleine Junge schwamm heulend ans Ufer. Fabian ertrank. Er konnte leider nicht schwimmen.“ [Seite 236]

Erich Kästners „Fabian“ ist meiner Meinung nach ein ausgesprochen gutes Buch. Zum einen lässt sich Erich Kästner einfach lesen. Schon seine Kinderbücher wie „Das doppelte Lottchen“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“ habe ich gerne gelesen. Zum anderen, und das ist natürlich wichtiger, ist der Inhalt dieses Buches wirklich interessant.

Man erfährt in diesem Roman viel über diese Zeit und wie die Menschen damals lebten und dachten. „Fabian“ ist auf alle Fälle lesenswert und regt zum Nachdenken an, da es wichtige, ernste Themen behandelt, über die wir uns vielleicht öfter Gedanken machen sollten.

1 Kommentar:

nicusiaa hat gesagt…

Ich fand dieses Buch ebenfalls toll, es war einfach zu lesen, denn man hat wirklich jeden Satz sofort verstanden ohne lange darüber nachdenken zu müssen.
Was ich sehr originell fand und auch in das Buch hineinziehend, war, dass in jedem Kapitel auf irgendeine Weise eine 'neue' Geschichte anfing. Das machte das Buch für mich noch interessanter und spannender, denn ich wollte mit jedem Kapitel erfahren, was Fabian jetzt Neues erleben wird.
Zugeben muss ich, dass mir das Ende nicht so gefallen hat. Vielleicht auch deswegen, weil ich mir erwartet habe, dass Fabian und Cornelia doch zusammen bleiben, aber wahrscheinlich hab ich nur zu viele Hollywoodfilme gesehen :)
Im Großen und Ganzen bin ich über meine Wahl des Buches sehr zufrieden und denke, dass es mir auch viel zum nachdenken gegeben hat. Ich kann es auf jeden Fall nur weiterempfehlen. :)